REGENSBURG. Am Samstag dem 10. Dezember trat der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Regensburg in seiner Eigenschaft als Katholikenrat im schönen Rahmen des Herzogssaals Regensburg zu einer außerordentlichen Vollversammlung zusammen.

Blick in den Saal 1


Als Gäste konnte der Vorsitzende Fritz Wallner den ZdK-Präsident Prof. Dr. Meyer aus Berlin und den Vorsitzenden des Landeskomitees Bayern, Helmut Mangold aus Augsburg begrüßen.

In einem ausführlichen Referat ging zunächst Fritz Wallner auf  die durch die Dekrete und Anordnungen von Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller vom 15. November 2005 entstandene Situation, im Bistum ein. [Rede Wallners im PDF-Format].

In seinem Referat ging der ZdK-Präsident Prof. Dr. Meyer auf die Bedeutung der Laienrätearbeit in Deutschland und ihre Grundlagen im II. Vatikanischen Konzil und seine rechtliche Grundlegungen im CIC, und in den partikularrechtlichen Anordnungen der Würzburger Synode, bestätigt durch die Deutsche Bischofskonferenz.  Er begründete die Unzuständigkeit der römischen Kleruskongregation für partikularrechtliche Fragen deutscher Katholikenräte und stellte die Isolierung von Bischof Gerhard Ludwig Müller durch seine "Neuordnung" der Rätearbeit bei den deutschen Bischöfen fest. [Rede Meyers im PDF-Format]

Beiden Rednern wurden von den Mitgliedern und Gästen mit langanhaltendem Beifall und "Standing Ovations" gedankt.

Meyer-Mangolf-Wallner-Deml-Brandl


Auch  Helmut Mangold, der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern sprach ein Grußwort. [Grußwort Mangolds im PDF-Format] Weiter war vom Landeskomitee der stellvertretende Vorsitzende  Joachim Unterländer, MdL, anwesend.

In der Aussprache wurde u.a. beklagt, dass es in der Kirche keinen Rechtsschutz gibt, dass die bereits von der Synode in Würzburg geforderte und ausgearbeitete Verwaltungsgerichts- barkeit bis heute nicht umgesetzt sei und dass Kirchensteuergelder der Laien gegen die Laien verwendet werden könnten. Ein Vertreter des BDKJs Bayern sprach dem Diözesanrat Regensburg die Solidarität aus.

Nach der Mittagspause wurden "Feststellungen"  zur derzeitigen Situation durch die "Neuordnung" der Laienräte in der Diözese Regensburg durch Bischof Gerhard Ludwig durch seine Dekrete vom 15.11.2005 beschlossen.  Die Verabschiedung dieser Feststellung war einstimmig. Es gab auch keine Enthaltungen! Auch die anwesenden Gäste und Mitglieder der Sachausschüsse unterstützten in einem zusätzlichen Votum diese Feststellungen einstimmig. [Die Feststellungen im PDF-Format].

Blick in den Saal 2


Der Tag wurde mit einer von Marianne Brandl gestalteten Vesper zum 3. Advent beendet. Am Ende wurde das Gebet zum Heiligen Geist von der Mahnwache und aus den Hausgebeten des Aktionsbündnisses Laienapostolat Regensburg gemeinsam gebetet.

11.12. 2005